Ortsbürgermeister: Herr Axel Mühlenberg
Sprechzeiten des Ortsbürgermeisters:
nach telefonischer Vereinbarung
Telefon 0172 3751215
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Anschrift:
Gemeindebüro
Eisleber Straße 1
Tel.:  034659/60404

Zusammensetzung des Ortschaftsrates:

Frau Kerstin Heyroth
Herr Andre Becker
Herr Jörg Meyer
Herr Hansgeorg Krüger
 

Emseloh wurde zum 01.01.2010 in die Stadt Allstedt eingemeindet. Somit ist Emseloh ein Ortsteil der Stadt Allstedt.

Die Schreibweise des Ortsnamens während der Jahrhunderte:
  850 Mechilacha
1300 Emptzeloe
1364 Emptilo
1536 Embselho
1892 Emselohe
1900 Emseloh

Insgesamt soll es über 14 Abänderungen der Schreibweise gegeben haben. Die wichtigste davon war die von Mechilacha zu Emptzeloe. Als Karl der große im 8. Jh. das Benediktinerkloster in Hersfeld unter seinen Schutz stellte, schenkte er diesem Kloster Teile des Hassegaus. Emseloh, damals hieß der Ort noch Mechilacha, gehörte wie die übrigen Orte des Landkreises Sangerhausen zur besagten Schenkung. Dioe Auflistung der zehntpflichtigen Orte erfolgte nach einem geografischen System. Den Ortsnamen Mechilacha III deutet der Historiker S. A. Wolf in seiner anerkannten Monographie als den Ursprung zu Emseloh. Emseloh liegt am südöstlichen Harzrand unmittelbar an der B80 und ist eine der sieben Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft "Kaltenborn". Östlich grenzen an Emseloh die Orte Blankenheim und Kosterrode, westlich der Ort Riestedt, südöstlich Holdenstedt und Liedersdorf und südlich Beyernaumburg. Das Dorfbild wird durch gepflegte Rabatten, einen Spielplatz, sowie durch wertvolle alte Bäume geprägt. Hierzu zählen die alten Eichen auf dem Friedhofsgelände, die anlässlich der Beendigung des Deutsch-Französischen krieges 1871 gepflanzt wurden und die Baumbestände des Parks, die ein stattliches Alter von 120 bis 250 Jahren haben. Abwechslungsreiche Wald- und Wiesengebiete rings um Emseloh bieten gute Wandermöglichkeiten. Entlang der B80 von Emseloh nach Blankenheim verläuft ein reizvoller Wiesengrund.

Der Wald im Norden birgt das romantische Tal der "Affenfahrt". Seine Schönheit und sein Artenreichtum an Tieren und Pflanzen lassen dieses Biotop für Kenner zu einem besonderen Naturerlebnis werden. Südwestlich von Emseloh erstreckt sich das Gebiet des ehemaligen Braunkohlebergbaus. Die bewachsenen Halden und die sogenannte "Pferdebahn" sind zum Lebensraum für viele heimische Tierarten geworden. Vom Hochmittelalter bis zur Neuzeit standen um Emseloh entlang der Bach- und Wasserläufe viele Mühlen. Sie prägt neben der Landwirtschaft lange Zeit das dörfliche Leben im Ort. Die Wasserkraft wurde zum Mahlen  von Getreide eingesetzt, aber auch zur Öl- und Papierherstellung. Das erste Dampfsägewerk gab es in Emseloh Ende des 19. Jh. Die älteste Schenke ist die Gastwirtschaft "Zum Mohr". Sie wurde um 1475 erbaut und dürfte somit eines der ältesten noch erhaltenen Gasthäuser in Sachsen-Anhalt sein.

Die Kirche St. Marien wurde um 1220 auf Geheiß des Abtes des Klosters Kaltenborn errichtet. Der wertvolle Schnitzaltar kam vermutlich in den Jahren nach der Auflösung des Klosters (1539) in die Kirche und konnte das Mittelstück eines ehemals "14-Nothelfer-Altars" sein.
Aus Teilen des einstigen Klosterbesitzes entstand das Rittergut "Kaltenborn". Das Wohnhaus mit seinen umfangreichen Wirtschaftsgebäuden wurde nicht auf dem Gelände des Klosterareals errichtet, sondern unmittelbar an der Handelsstraße und dem Ort Emseloh. Nachdem das Hauptgebäude 1754 den Flammen zum Opfer fiel, wurde es von italienischen Baumeistern neu gebaut. Die schönen Stuckornamente, die heute die Zimmerdecke schmücken, stammen aus dieser Zeit. 1945 wurde der besitz des Rittergutes "Kaltenborn" enteignet und die dazugehörenden Ländereien im Zuge der Bodenreform an landlose Bauern und Umsiedler aufgeteilt.

Viele unterschiedliche Gewerbe siedelten sich im Laufe der Jahrhunderte in Emseloh an. Neben kleinbäuerlichen Wirtschaften gab es die Berufszweige der Müller, Wirtsleute, Besenbinder, Schmiede, Sattler, Lehrer, Zimmerleute, Stellmacher, Fleischer, Bäcker, Friseure, Töpfer usw. Ende des 20. Jahrhunderts hat sich die Vielfalt der Berufsgruppen geändert. Es gibt im Ort Baugeschäfte, einen Computerfachhandel und verschiedene Dienstleistungsbetriebe wie Buchführung, Reifendienst, Architekt, Spedition, Haushaltsgeräteservice usw. Die fruchtbaren Felder wurden bis 1990 fast 40 Jahre lang durch die LPGen bewirtschaftet, danach durch die Agrargesellschaft Riestedt.

Eine besondere Bedeutung für Emseloh haben die Vereine und ihre jährlichen Veranstaltungen. Mit diesen tragen sie wesentlich zur Bereicherung des dörflichen Lebens bei. Drei Vereine können auf eine über 100-jährige Tradition zurückblicken, ebenso die Freiwillige Feuerwehr des Ortes.