Gewerbegebiet Allstedt

Eine gesunde Wirtschaft und steigende Wachstumsraten sind der Wunsch jeder Gemeinde. Anhand der Wirtschaft spiegelt sich das Wohlergehen einer Gemeinde wider.
Die Gemeinde hat Einnahmen und somit die Möglichkeit, das Gemeindegebiet aufzuwerten, es gibt Arbeitsplätze, somit zufriedenere Bürger, es ist eine Kaufkraft für den Dienstleistungssektor vorhanden.
Wie im gesamten Land Sachsen-Anhalt ist die Entwicklung der Zahl der Betriebe im Landkreis Sangerhausen und somit auch in der Stadt Allstedt rückläufig. Die Zahl der Arbeitslosen nimmt seit 1994 kontinuierlich mit kleinen Abweichungen zu. Besonders Frauen sind von der Arbeitslosigkeit betroffen sowie die Altersgruppe von 50 und 60 Jahre.
Die wirtschaftliche Struktur der vergangenen Jahre brachte auch für die Stadt Allstedt Arbeitsplatzverluste mit sich, die mit Abwanderungsverlusten verbunden waren.
Für die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Landkreises sind drei Hauptentwicklungszentren vorgesehen, die sich entlang der Verkehrsachsen B80/ A 38 und B86/ A71 orientieren.
Sie umfassen u.a. auch das östliche Kreisgebiet, wozu die Stadt Allstedt gehört. Im Mittelpunkt dieses Zentrums befindet sich das Gelände des ehemaligen Militärflugplatzes Allstedt.
Laut der Ziele der Raumordnung für den Landkreis Sangerhausen ist der Flugplatz Allstedt als regional bedeutsamer Standort für Verkehrsanlagen festgehalten.

Industrie und Gewerbe
Die vorhandenen Gewerbe- und Industriebetriebe befinden sich überwiegend am nordwestlichen Rand der Stadt Allstedt.
Folgende größere Betriebe sind derzeit in Allstedt ansässig:
All-Gitter, Am Gehren – Gitterroste, Feuerverzinken, Stahl- und Treppenbau -
Haustechnik GmbH, Schlossstraße 6, - Heizungsbau, Schlosserleistungen –
Firma Buschner, Bahnhofstraße, - Transportunternehmen -
Firma Schneider, Gerstenstraße, - Elektroinstallation –
Firma Hron, Gerstenstraße, - Heizungsbau –
Elektroinstallation Waßmann, Im kleinen Hornfelde,
Wohnungsbaugesellschaft Allstedt mbH, Markt 10
Vornbäumen – Stahlseile GmbH & Co.KG, Fabrikstraße, - Bowdenzüge –
Edelstahl- und Metallsysteme, Fleckerweg
EMK GmbH, Fleckerweg 3, Pulverbeschichtung

Die gewerblich genutzten Flächen befinden sich teilweise am Stadtrand und teilweise auch innerhalb des Stadtgebietes. Ein Teil der im Stadtgebiet ansässigen Betriebe befinden sich in Gebieten , welche als Mischbauflächen einzuordnen sind.
Ursprünglich hat die Stadt Allstedt über mehr Gewerbe- bzw. Industriebetriebe verfügt. Mit der Wende mussten einige Betriebe schließen, so dass zur Zeit auch ursprünglich gewerblich genutzte Flächen leer stehen.
Die Stadt Allstedt möchte diese vorhandenen, bereits bebauten Flächen für neue Gewerbeansiedlungen nutzen.

Die Stadt Allstedt verfügt über folgende Gewerbestandorte mit einer Flächengröße von:

  • Am großen Gehren, am nordwestlichen Stadtrand von Allstedt, 3,33 ha - vorhanden
  • Am großen Gehren, am nordwestlichen Stadtrand von Allstedt, 3,62 ha – vorhanden
  • im Osten der Stadt Allstedt, 2,34 ha, vorhanden
  • im Nordosten der Stadt (am Schloss) 2,245 ha vorhanden
  • im Nordwesten der Stadt, 0,77 ha vorhanden
  • im Norden der Stadt, 4,17 ha vorhanden
  • im Westen der Stadt, 5,65 ha vorhanden
  • im Nordwesten der Stadt , 2,961 ha neu / vorhanden
  • im Südosten der Stadt „Am Hagenberg“, 067 ha neu
  • diverse gewerbliche Bauflächen im Bereich des ehemaligen Flugplatzes, 18,47 ha neu

Mit der Fertigstellung der A 38 und der damit verbundenen Autobahnnähe erfährt die Stadt Allstedt bezüglich der überörtlichen Verkehrsanbindung eine Wertsteigerung.
Die Stadt hofft, dass sich diese auch positiv auf die Attraktivität von Gewerbeansiedlungen und die Entwicklung der Stadt und der Region um Allstedt auswirkt.

Auch als genehmigter Landeplatz auf dem ehemaligen Militärflugplatz bietet der Standort gleichzeitig die einmalige Chance, selbst ein zukunftsträchtiger Teil der Verkehrsinfrastruktur zu sein.
Weitere Vorteile des Standortes Flugplatz Allstedt für die gewerbliche Entwicklung liegen

  • in der Entfernung zu Siedlungsgebieten und damit Vermeidung von Störwirkungen auf die Wohnqualität
  • in der Nachnutzbarkeit von Bausubstanz für künftige Nutzungen und damit Kostenersparnissen für Ansiedlung
  • in dem ausgedehnten Straßen- und Wegenetz der Liegenschaft mit günstiger Lage zur Landesstraße L 219.

Auf der Grundlage der Ergebnisse der SEK Flugplatz Allstedt wird der nördliche Bereich unmittelbar entlang der Landstraße 219 als gewerbliche Baufläche dargestellt.
Diese Flächen sind weitestgehend vegetationsfrei und bereits straßen- und wegeseitig zugänglich. Es besteht eine direkte Anbindung und Sichtlage zur L 219. Die exponierte Lage eignet sich besonders für die Ansiedlung von Gewerbe/Dienstleistungen und Handelseinrichtungen.

Gewerbegebiet Niederröblingen

Bis zur Stillegung des Kupferbergbaus im Mansfelder Raum war der Bergbau der strukturbestimmende Wirtschaftszweig in Niederröblingen. Nicht nur Arbeitskräfte aus Niederröblingen, sondern auch aus dem umliegenden Territorium waren hier beschäftigt.
Verkehrsanlagen, wie ein separater Bahnanschluss sowie großräumige Stellplätze für den ruhenden Verkehr waren speziell für die Nutzung dieses Geländes errichtet worden.
Eine Neunutzung dieses Areals wird vorrangig wieder im gewerblichen Sektor anzusiedeln sein.
Eigentümer des Grundstücks ist die GVV – Gesellschaft zur Verwahrung und Verwertung von stillgelegten Bergwerksbetrieben mbH.
Die TLG – Treuhandliegenschaftsgesellschaft mbH ist im Zusammenhang mit der Vermögenszuordnung mit der Vermarktung der Grundstücke beauftragt.
Die Gemeinde Niederröblingen hat die Vermarktung mit dem Ziel der Nutzung für produzierendes Gewerbe, Handel, Dienstleistungsgewerbe und sonstiges zugestimmt.

Im ehemaligen Ambulatorium in diesem Bereich sind 3 Wohneinheiten entstanden. Die Einordnung von Wohnungen innerhalb des ehemaligen Schachtgeländes entspricht nicht den gemeindlichen Zielen, dieses Gelände für Gewerbeansiedlungen zu reservieren.
Für die Ansiedlung weiterer Gewerbebetriebe wurde auf einem 4,1 ha großen Areal westlich des Ortes Baurecht durch den genehmigten Bebauungsplan Nr. 1 Gewerbegebiet „An der kleinen Helme“ hergestellt.
Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Bebauungsplanes gab es potentielle Investoren, für die auf Grund der damals schwierigen Eigentumsverhältnisse und dem damit verbundenen nicht konkret fixierbaren Zeitraum einer möglichen Nutzung das Schachtgelände nicht interessant war.
Gegenwärtig sind auf dem ehemaligen Schachtgelände die GVV und die BST Mansfeld, die die Vermarktung der Schachthalde für den Autobahnbau vornimmt, ansässig.

Gemäß den Zielen der Landesplanung befindet sich Niederröblingen in einem Vorranggebiet für die Landwirtschaft. Gegenwärtig werden die landwirtschaftlichen Flächen von 6 landwirtschaftlichen Betrieben unterschiedlicher Rechtsformen bewirtschaftet. Drei Betriebe haben ihren Betriebssitz in der Gemeinde Niederröblingen.